Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, sehr geehrte Kunden,
die Stadtwerke Geretsried sind als Kommunalunternehmen für die Abwasserentsorgung in Geretsried und Gelting zuständig.
Das Abwasser aus den Gebäuden wird aufgrund der Höhenverhältnisse über Pumpen angehoben. Hierfür betreiben die Stadtwerke an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet Abwasserhebeanlagen mit jeweils zwei Abwasserpumpen. Bei den dort befindlichen Pumpen kommt es mittlerweile sehr oft (min. einmal die Woche) zu Verstopfungen. Wir haben zur Störungsbehebung in den letzten Monaten schon zahlreiche Einsätze hinter uns. Dies ist in dieser Häufigkeit und Intensität äußerst ungewöhnlich!
Bei jeder Verstopfung müssen Mitarbeiter der Stadtwerke vor Ort die Pumpen aus dem Schacht ziehen und zerlegen. Anschließend werden die Fremdstoffe per Hand aus den Pumpen entfernt, wieder zusammengebaut und wieder in Betrieb genommen.
Die Arbeiten müssen im Rahmen von Noteinsätzen auch in der Nacht oder an Sonn- und Feiertagen durchgeführt werden. Dies verursacht erhebliche zusätzliche Kosten die über Ihre Abwassergebühr gedeckt werden müssen.
Ferner gefährdet es die öffentliche Abwasserentsorgung und kann im Extremfall zu einem dauerhaften defekt der Abwasserpumpen führen, was auch zu einem Rückstau mit Abwasseraustritt im Gebäudekeller in den angeschlossenen Gebäuden führen kann. Die entstehenden Schäden wären nicht nur unnötig, sondern durch die Verunreinigung mit Abwasser auch absolut unappetitlich.
Nicht zuletzt ist dies auch für unsere Mitarbeiter aus hygienischer Sicht eine belastende und in dieser Häufigkeit nicht zumutbare Arbeit.
Ursache für die Verstopfungen sind Gegenstände bzw. Artikel die nicht über den Kanal entsorgt werden dürfen und darin überhaupt nichts zu suchen haben! Um Ihnen einen Eindruck zu vermitteln, was alles aus den Abwasserpumpen entfernt werden muss, finden Sie eine kleine Fotosammlung der „besten“ Fundstücke auf der Rückseite dieses Schreibens.
Wir möchten sie aus gegebenen Anlass – nicht zuletzt in Ihrem eigenen Interesse – dringend bitten, folgende Gegenstände nicht in die Toilette zu werfen:
- Putz- und Waschlappen
- Stoffreste
- Kunststofftüten
- Zahnbürsten
- Damenbinden und Tampons
- Windeln
- Wattestäbchen
- Feuchttücher / feuchtes Toilettenpapier / Kosmetiktücher / Küchenrollen.
Diese Tücher lösen sich aufgrund ihrer Faserstruktur im Wasser nicht wie normales Toilettenpapier auf und wickeln sich um die Laufräder der Pumpen, was letztendlich zum Totalverschluss der Pumpen führt. - Fette und Öle aus der Küche (Butter, Margarine, Frittieröl sowie Salatöle o.ä.)
Alle aufgeführten Gegenstände sind bestimmungsgemäß über den Restmüll zu entsorgen und gehören nicht in die Toilette!
Wir wissen, dass den allermeisten von Ihnen dies bereits bewusst ist und von jeher beachtet wird. Vielen Dank dafür!
Offensichtlich ist es Einigen aber leider nicht bewusst, welche Konsequenzen das Einwerfen oben genannter Artikel in die Toilette hat. Wir hoffen deshalb nach diesem Schreiben auf eine deutliche Verbesserung der Situation. Sollte es zu keiner nennenswerten Verbesserung kommen, müssen wir weitere Schritte zur Feststellung der Verursacher unternehmen.
Wir bedanken uns bereits jetzt für die Beachtung und für Ihre Unterstützung und erhoffen uns, Sie für dieses Thema nochmals sensibilisiert zu haben um im gemeinsamen Interesse schnell eine deutliche Verbesserung zu erzielen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Stadtwerke
